Die Interpretation von Beatmungskurven gehört zu den zentralen Kompetenzen in der Versorgung beatmeter Patient:innen und gewinnt im pflegerischen Alltag zunehmend an Bedeutung. Druck-, Flow-, Co2- und Volumenkurven liefern in Echtzeit wichtige Hinweise auf Ventilation, Patienten-Ventilator-Interaktion sowie mögliche Komplikationen. Gleichzeitig geben diese Rückschlüsse für eine individuelle Beatmungseinstellung. In dieser praxisorientierten Fortbildung lernen Sie Beatmungskurven systematisch zu analysieren und typische Beatmungssituationen sicher zu interpretieren. Anhand anschaulicher Beispiele wird vermittelt, wie sich Normkurven von pathologischen Verläufen unterscheiden und welche klinische Relevanz Veränderungen im Kurvenbild haben können.
Im Mittelpunkt steht ein strukturiertes Vorgehen zur Kurvenanalyse: Die Teilnehmenden lernen, sich im Kurvenbild zu orientieren, Triggerpunkte und Zyklierung zu erkennen sowie den Zusammenhang zwischen klinischem Zustand und Kurvenverlauf einzuordnen. Dabei werden häufige Problembilder wie inkomplette Ausatmung (Auto-PEEP), CO₂-Rückatmung, Triggerasynchronie, erhöhter Atemantrieb, anatomischer Totraum oder Zwischenatmen praxisnah erläutert. Zudem wird thematisiert, wie zwischen gerätebedingten und patientenbezogenen Ursachen unterschieden werden kann und welche pflegerischen Beobachtungen für die weitere Therapieentscheidung relevant sind.
Im direkten Austausch mit dem Dozenten können individuelle Fragen eingebracht und Rückfragen gestellt werden.
Nach erfolgreicher Absolvierung des Kurses erhalten Sie ein Fortbildungszertifikat inklusive eines ausgewiesenen Fortbildungspunktes für die Registrierung beruflich Pflegender (RbP).